Veganer und glutenfreier Bienenstich

Unser Nachbar Opa Helmut hatte Geburtstag.

Stolze 70 ist er geworden. Wobei in der heutigen Zeit 70 das Neue 60, 40 das Neue 30 und so weiter bedeutet.

Nun, das Alter ist auch wirklich nicht wichtig, obwohl es mir schon etwas Angst macht, dass viele unserer älteren Freunde und Familienmitglieder sich deutlich näher am Himmel befinden als wir … alterstechnisch gesehen jedenfalls.

Ich denke, wir stellen uns alle immer wieder die gleiche Frage. Was schenken wir.

Häufig fällt mir lange vor dem jeweiligen Geburtstag etwas ein, vielleicht denke ich sogar daran es zu notieren, doch kurz vor dem besagten Tag finde ich die Notiz nicht oder mir fällt nicht einmal ein, dass ich schon einmal eine Idee hatte (gerade fehlen mir die WhattsApp Emojis ;)).

So entstand dieser Kuchen auch recht spontan, genau gesagt am Vormittag seines Geburtstages. Ursprünglich war was Trockenes gedacht, denn er liebt staubigen Kuchen, doch, da wir ja auch mit am Kaffeetisch sitzen und mitschlemmen dürfen, habe ich mich zu der trockenen Variante nicht ganz durchringen können.

Ich bin ein sehr lösungsorientierter Mensch und dann fiel mir doch noch ein, dass Helmut Bienenstich liebt.

Also veganisierte ich also das Original, verwendete glutenfreies Mehl (was das Ganze leider etwas sensibel macht) und machte somit den gemeinsamen Genuss am nachmittäglichen Geburtstagskaffee möglich.

Juchhu, ich liebe umkochen, oder wie in diesem Fall, umbacken 🙂

Veganer und glutenfreier Bienenstich – Umgekocht

Ihr benötigt:

Für den Belag:

25 g Alsan-Margarine

2 EL Pflanzensahne

2 EL Rohrohrzucker

2 EL Agavendicksaft

150 g Mandelblättchen

Die Pflanzensahne, Zucker und den Agavendicksaft in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren langsam aufkochen.

Nun die Mandeln unterrühren und die Masse abkühlen lassen. Bitte zwischendurch rühren, damit das Ganze nicht zu fest wird.

Für den Teig:

Ganz einfach die Obstkuchenteig Backmischung vom Bauckhof (sind 2 Tüten drin)

4 EL Eiersatz (habe … verwendet) mit 120 ml Wasser

100 g Alsan sehr weich oder gar geschmolzen

Den Backofen auf 175° C Ober – Unterhitze vorheizen.

Die Backmischung in eine Schüssel geben.

Den Eiersatz anrühren und hinzufügen.

Ebenso die weiche oder geschmolzene Alsan.

Den Teig für 3-4 Minuten mit einem Handrührgerät glatt rühren.

Zwei 28er-Springformen gut einfetten und den Teig gleichmäßig darauf verteilen.

Bei 175° C im vorgeheizten Backofen (Ober – Unterhitze) für 30 Minuten backen.

Auf einem der Teigböden nach 15 Minuten backen, vorsichtig den Belag verteilen und weiter 15 Minuten backen.

Der andere Boden wird ganz normal gebacken.

Ich habe dies nacheinander getan. Da ist nun Eure Kreativität und Organisation gefordert 🙂

Wichtig ist, dass die Teigplatten nun gut abkühlen können.

Für die Füllung:

1 Päckchen Vanillepudding

1 Tetra Tütchen Schlagfix von Leha (vegane Sahne – lässt sich prima aufschlagen)

2 EL Rohrohrucker

Die Füllung am besten erst herstellen, wenn die Teigplatten abgekühlt sind.

Die vegane Sahne mit einem Päckchen Sahnesteif (verwende Biovegan) steif mixen.

Nun das Päckchen Vanillepudding (auch da verwende ich gerne Biovegan) und den Zucker einrühren.

Auf die erkaltete Teigplatte ohne Belag die Füllung raufstreichen.

Nun die Teigplatte mit dem Mandelbelag darauf legen und schon könnt Ihr genießen 🙂

Tipp:

Leider ist ein glutenfreier Teig immer etwas schwerer zu Händeln, als ein nicht glutenfreier Teig. Das bringt die Natur der Sache so mit sich, da ja das Klebereiweiß fehlt und uns Veganern auch noch die Bindung vom Ei.

Doch mit etwas mehr Fingerspitzengefühl ist die Mandelplatte gut aufzubringen.

Zur Not könnt Ihr, wie ich es getan habe, die Platte vierteln und dann auflegen. Denn geschnitten wird der Bienenstich ja ohnehin 😉

Ich wünsche Euch viel Erfolg und …

Guten Appetit!

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Libyscher Grießkuchen – Süßes aus Tripolis umgebacken

Auf der Suche nach Rezepten, aus den vom Krieg gequälten Ländern, habe ich natürlich auch Süßes im Blick gehabt. Arabische Süßigkeiten sind immer ein Genuss 🙂

Dieser Grießkuchen wird natürlich im Original aus Weizengrieß gebacken. Ansonsten ist er vom Grundrezept her tatsächlich vegan, bis auf den Sirup, mit dem er übergossen wird. Dieser wird aus Honig aufgekocht. Ich habe dafür Löwenzahnhonig verwendet, geht genauso gut.

In Vierecke geschnitten, wie das für Süßigkeiten im arabischen Raum üblich ist, und fertig ist das Dessert, der Kuchen, das Süße 🙂

Ihr solltet schnell sein, denn er  wird schnell aufgefuttert…..

Lybischer Grießkuchen - Süßes aus Tripolis umgebacken - Umgekocht
Lybischer Grießkuchen – Süßes aus Tripolis umgebacken – Umgekocht

Ihr benötigt:

Für den Kuchen:

200 g Polentagrieß

100 g brauner Zucker

100 g helles, glutenfreies Mehl

30 g gemahlene Mandeln

1 TL Backpulver

50 g Alsan Margarine

150 ml Pflanzenmilch

Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Die Alsan Margarine in einem Topf zerlassen.

Die Pflanzenmilch zum den anderen Zutaten in die Schüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren. Anschließend auch die zerlassene Alsan einrühren.

Die fertige Masse auf der Hälfte eines mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen bei 180°C für 25-30 Minuten backen. Er sollte hellbraun sein.

Gegen Ende der Backzeit schon den Sirup vorbereiten.

Für den Sirup:

50 g blanchierte Mandeln

150 g Löwenzahnhonig

100 ml Wasser

2 EL Orangenblütenwasser (beim Asiaten oder im arabischen Laden)

Den Löwenzahnhonig mit dem Wasser in einem Topf vermischen, einmal aufkochen lassen und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Das Orangenblütenwasser hinzugeben und verrühren.

Den fertigen Sirup gleichmäßig über den hellbraun gebackenen Kuchen gießen, die Mandeln gleichmäßig darauf verteilen und nochmals für 5 Minuten backen.

Auskühlen lassen und in Stücke schneiden.

Guten Appetit!